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Produkte festlegen

Schön, dass Du Dich mit der Produktverwaltung in Cannanas beschäftigst. In dieser Anleitung erfährst Du Schritt für Schritt, wie Du geerntete Produkte im Inventar verpackst, für die Abgabe vorbereitest und an Mitglieder ausgeben kannst. So behältst Du immer den Überblick und gestaltest die Abgabe effizient und transparent.

1️⃣ Inventar öffnen und Produkt auswählen

Hier lernst Du, wie Du Dein Inventar aufrufst und ein passendes Produkt auswählst, das Du für die Abgabe vorbereiten möchtest.

So geht’s:

  • Melde Dich in Deinem Cannanas-Konto an und öffne Dein Clubprofil.
  • Klicke im Menü unten auf Inventar.
  • Wähle das Produkt aus, das Du für die Abgabe vorbereiten möchtest (zum Beispiel Blüten aus einer aktuellen Ernte).
  • Klicke auf das gewünschte Produkt, um alle Details einzusehen (Tracking-Code, verfügbare Menge, Herkunft, Laborwerte usw.).
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Im Bereich „Historie“ siehst Du, wie das Produkt ins Inventar gekommen ist und welche Verarbeitungsschritte bereits erfolgt sind.

2️⃣ Produkte verpacken und portionieren

Jetzt geht es darum, das gewählte Produkt in passende Portionen für die Abgabe aufzuteilen. So kannst Du z. B. praktische 2g-, 5g- oder 10g-Päckchen anlegen.

So geht’s:

  • Im Produktmenü findest Du die Option „Verpacken“ – klicke darauf.
  • Lege den Namen für die neue Portion fest (z. B. „White Widow 2G“).
  • Gib an, wie viel Gramm jede Portion enthalten soll (z. B. 2 g pro Packung).
  • Lege fest, wie viele Portionen Du anlegen möchtest (z. B. 10 Stück).
  • Überprüfe die Zusammenfassung: Cannanas berechnet automatisch die Gesamtmenge, die von der Ursprungsmenge abgezogen wird.
  • Optional: Ergänze Notizen zu dieser Portion (z. B. besondere Hinweise oder Lagerort).
  • Klicke auf „Verpacken“, um die Portionen anzulegen.
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Durch das Portionieren in feste Gramm-Mengen bleibt die Abgabe für Dich und Deine Mitglieder übersichtlich und nachvollziehbar.

3️⃣ Produkt für die Abgabe aktivieren

Nachdem Du Deine Produkte verpackt hast, müssen sie für die Abgabe an Mitglieder freigegeben werden. Hier stellst Du alle wichtigen Infos wie Preis, maximale Abgabemenge und optional ein Produktbild ein.

So geht’s:

  • Öffne das neu verpackte Produkt in Deinem Inventar.
  • Klicke auf „Bearbeiten“ (meist oben rechts).
  • Scrolle zum Abschnitt „Abgabe an Mitglieder“.
  • Aktiviere die Option „Abgabe aktivieren“.
  • Lege fest, ob das Produkt für Mitglieder, Mitarbeitende oder beide Gruppen verfügbar sein soll.
  • Optional kannst Du einen Startzeitpunkt setzen, ab dem das Produkt sichtbar und reservierbar ist.
  • Hinterlege ein eigenes Produktbild, einen klaren Produktnamen und eine sachliche Beschreibung (z. B. „White Widow (2g)“). So erkennen Deine Mitglieder die Charge sofort wieder und können sich fundiert über die Erzeugnisse Deines Clubs informieren. Empfehlungen zu Namensschema, Bildauswahl und hilfreichen Produktinfos findest Du im Abschnitt „Produkte transparent und mit Sorgfalt darstellen“ weiter unten.
  • Setze einen Preis für das Produkt (z. B. 20 € pro Päckchen).
  • (Optional) Lege fest, ob Umsatzsteuer berücksichtigt werden soll.
  • Bestimme die maximale Anzahl pro Warenkorb (z. B. max. 1 Stück pro Mitglied, um Fairness zu gewährleisten).
  • Klicke auf „Speichern“, um die Einstellungen zu übernehmen.
Hilfestellung bei fehlenden Voraussetzungen

Lässt sich die Abgabe nicht aktivieren, weist Cannanas Dich direkt im Produkt auf die fehlende Voraussetzung hin – zum Beispiel, wenn zur zugehörigen Ernte noch keine Laboranalyse hinterlegt ist. Folge dem Hinweis, ergänze die fehlenden Angaben und aktiviere die Abgabe anschließend erneut.

warnung

Sprich die Umsatzsteuerregelung am besten mit Deinem Steuerberater ab, damit Du für Deinen Club alles korrekt einstellst.

4️⃣ Produkt-Abgabe prüfen und durchführen

Im letzten Schritt kontrollierst Du, ob das Produkt für die Mitglieder sichtbar ist und kannst direkt mit der Abgabe starten.

So geht’s:

  • Wechsle zum Bereich „Abgabe > Produkte“.
  • Überprüfe, ob Dein frisch vorbereitetes Produkt dort aufgeführt ist.
  • Mitglieder können das Produkt jetzt reservieren (falls in Deinem Club aktiviert).
  • Bei einer Abgabe kannst Du das Mitglied auswählen und ihm die gewünschte Menge ausgeben und buchen.
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Alle Produktinformationen (z. B. Herkunft, Laborwerte, Strain) werden automatisch übernommen und sind für Dich und Deine Mitglieder einsehbar.

5️⃣ Produkte transparent und mit Sorgfalt darstellen

Deine Mitglieder sollen sich umfassend über die Erzeugnisse Deines Clubs informieren können – von der Sorte über die Herkunft bis zu Laborwerten und Beschaffenheit. Eine sorgfältige Produktpflege ist Ausdruck der Wertschätzung gegenüber Deinen Mitgliedern und gegenüber der Arbeit Deines Grow-Teams. Nimm Dir für jedes Produkt einen Moment Zeit und pflege es mit Liebe zum Detail.

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Alle gesetzlichen Pflichtangaben (Sorte, THC-/CBD-Gehalt, Erntedatum, MHD, Gewicht) werden automatisch über den Informationszettel an Mitglieder weitergegeben. Die folgenden Empfehlungen ergänzen diese Pflichtinfos um eine verständliche, transparente Darstellung in der App und in der Abgabe.

Einheitliches Namensschema festlegen

Ein klares, im Team vereinbartes Namensschema hilft Deinen Mitgliedern, Produkte schnell wiederzuerkennen, und Deinen Mitarbeitenden, Produkte eindeutig zuzuordnen. Welches Schema am besten passt, hängt davon ab, wie viele Sorten und Chargen Ihr parallel abgebt.

Beispiele, an denen Du Dich orientieren kannst:

  • [Sorte] – [Erzeugnistyp] – [Menge] → „Amnesia Haze – Blüten – 5 g“
  • [Sorte] [Menge] → „White Widow 10 g“ (kompakt, passt bei wenigen Sorten)
  • [Sorte] – [Charge] – [Menge] → „Amnesia Haze – AH-26-02-01 – 5 g“ (wenn mehrere Chargen derselben Sorte parallel abgegeben werden)
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Lege das Schema einmal gemeinsam im Team fest und halte es in Euren Vereinsdokumenten oder einer internen Handreichung fest. So vergeben alle Mitarbeitenden die Namen einheitlich – auch dann, wenn viele Produkte gleichzeitig verpackt werden.

Aussagekräftige Produktbilder hinterlegen

Das Produktbild ist der erste visuelle Eindruck, den Deine Mitglieder in der App, in der Reservierung und in der Abgabemaske von der Charge bekommen. Ein eigenes Foto der tatsächlich verpackten Charge ist deutlich aussagekräftiger als ein generisches Symbolbild.

So gelingen gute Produktbilder:

  • Fotografiere das Originalprodukt der jeweiligen Charge (nicht nur ein Stock-Foto der Sorte).
  • Achte auf gute Ausleuchtung, einen scharfen Fokus und einen neutralen, ruhigen Hintergrund.
  • Wähle ein möglichst quadratisches Format – so wird das Bild in der App überall sauber dargestellt.
  • Achte auf ehrliche Farben: keine starken Filter, keine nachträgliche Bildbearbeitung, die das Produkt anders aussehen lässt, als es ist.
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Wenn Du kein eigenes Produktbild hinterlegst, wird das Strain-Bild aus Strains anlegen als Fallback verwendet. Ein eigenes Produktbild macht die konkrete Charge für Mitglieder jedoch deutlich erkennbarer.

Hilfreiche Produktinformationen pflegen

Die Produktbeschreibung ist der Ort, an dem Du Mitgliedern zusätzliche, sachliche Informationen zur konkreten Charge mitgeben kannst. Sorteninfos, THC-/CBD-Werte und Terpenprofil musst Du hier nicht doppelt pflegen – diese werden automatisch aus dem Strain und der Laboranalyse übernommen.

Informationen, die in der Beschreibung sinnvoll sind:

  • Erzeugnistyp (z. B. Blüten, Hasch, Pollen, Rosin).
  • Bezug zur Ernte oder Charge und ggf. Erntedatum, damit Mitglieder die Charge einordnen können.
  • Trocknungs- und Aushärtungsgrad, Konsistenz, Optik – sachliche, beobachtende Beschreibung.
  • Sensorische Hinweise zu Aroma und Geschmack, formuliert als neutrale Beobachtung (nicht als Werbeversprechen).
  • Konsumhinweise und Hinweise auf einen verantwortungsvollen Umgang, wo passend.
tipp

Mitglieder können abgegebene Produkte anschließend bewerten. Je präziser und sachlicher Deine Produktbeschreibung ist, desto treffsicherer fällt das Feedback aus – und desto besser kannst Du Dein Angebot für kommende Ernten weiterentwickeln.

Sachlich bleiben – Werbeverbot beachten

Produktdarstellungen im Club müssen immer rein informierend und sachlich sein. Name, Bild und Beschreibung dienen dazu, Mitgliedern eine fundierte Entscheidung zu ermöglichen – nicht dazu, Cannabis zu bewerben.

warnung

Nach § 6 KCanG sind Werbung und Sponsoring für Cannabis und Anbauvereinigungen verboten. Das gilt auch für die Darstellung von Produkten innerhalb Deines Clubs. Formuliere Namen, Bilder und Beschreibungen daher konsequent sachlich und ohne anpreisende Sprache.

Geeignet:

  • Sachliche Sortenbeschreibung, Herkunfts- und Genetikangaben.
  • Aroma-, Geschmacks- und Optiknotizen als neutrale Beobachtung.
  • Anbau- und Erntehinweise (z. B. Trocknungsdauer, Aushärtung).
  • Laborwerte und Terpenprofil aus der Laboranalyse.
  • Konsumhinweise und Hinweise auf einen verantwortungsvollen Umgang (siehe Jugendschutz und Suchtprävention).

Nicht geeignet:

  • Anpreisende Adjektive wie „das Beste“, „unschlagbar“, „einzigartig“ oder „bestes Erlebnis“.
  • Wirkversprechen oder Aussagen zu medizinischem Nutzen.
  • Vergleiche mit anderen Clubs oder Anbietern.
  • Rabatt- und verkaufsfördernde Botschaften in Produktnamen oder Beschreibung.
  • Übernommene Werbe-Slogans oder Marketingsprache externer Hersteller.
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Im Zweifel beschreiben statt anpreisen. Alle verbindlichen Pflichtangaben zur Abgabe liefert der Informationszettel nach § 21 KCanG – Deine Produktdarstellung ergänzt diese um sachliche, hilfreiche Zusatzinformationen.

🌐 Ablaufdiagramm: Von der Ernte bis zur Abgabe

Zur besseren Übersicht findest Du hier den kompletten Prozess als Flussdiagramm:

Siehe auch