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⁉️ Häufige Fragen und Lösungen

Hier findest du Antworten auf die häufigsten Unstimmigkeiten in den Jahresberichten und wie du diese korrigierst.

Die Gesamtmenge "Cannabis" ist höher als die Summe von Marihuana und Haschisch

Unter dem Begriff Cannabis werden im Bericht alle Pflanzenteile erfasst, die während des Ernteprozesses anfallen. Dazu zählen neben den verkaufsfähigen Blüten auch Verschnitt (Trimm) und ggf. direkt gewonnenes Haschisch. Marihuana und Haschisch stellen lediglich Teilmengen der Gesamternte dar.

Die abgegebene Menge übersteigt die Erntemenge

Dies deutet meist auf manuelle Korrekturen im Inventar hin, durch die zusätzlicher Bestand "erzeugt" wurde.

Lösung: Prüfe die Erntemengen und gleiche sie mit den Warenbewegungen im Inventar ab.

Wichtig

Bestände, die nachträglich im Inventar ergänzt wurden, müssen auch in den entsprechenden Ernteprotokollen korrekt erfasst sein.

Restbestand bei Vermehrungsmaterial, obwohl dieses bereits eingepflanzt wurde

Wenn nachträglich erfasstes Vermehrungsmaterial fälschlicherweise noch als Lagerbestand angezeigt wird, liegt dies meist an der zeitlichen Zuordnung.

Lösung: Achte darauf, dass sowohl die Einbuchung (initiale Menge) als auch die Ausbuchung (Pflanzung/Korrektur) mit dem korrekten Datum versehen sind.

Inventurkorrekturen aus dem neuen Jahr erscheinen nicht im aktuellen Bericht

Berichte basieren strikt auf dem gewählten Zeitraum.

Lösung: Prüfe das Buchungsdatum der Transaktion. Damit eine Korrektur im Bericht erscheint, muss das Belegdatum innerhalb des Berichtszeitraums liegen.

Unstimmigkeiten bei einer spezifischen Sorte (Anbau, Abgabe, Vernichtung, Lager)

Wenn die Zahlen einer Sorte nicht plausibel sind, ist eine systematische Integritätsprüfung notwendig.

Vorgehen: Überprüfe jeden Bereich (Ernte, Abgabe, Vernichtung, Bestand) individuell auf Richtigkeit, um den exakten Ort der Differenz zu isolieren.

Die Bilanz (Anbau vs. Abgang/Bestand) geht nicht exakt auf Null auf

Abweichungen sind im Umgang mit Naturprodukten normal und meist auf zwei Faktoren zurückzuführen:

Trocknungsverluste: Diese führen zu kleinen Differenzen und werden über reguläre Bestandskorrekturen im Inventar abgebildet.

Weiterverarbeitung: Bei der Extraktion (z. B. Blüten zu Haschisch oder Rosin) wird eine große Menge Ausgangsmaterial in eine deutlich kleinere Menge Endprodukt umgewandelt.

info

Hinweis: Solche Differenzen sind rechtlich zulässig, sofern sie durch eine saubere Dokumentation der Umwandlungsprozesse jederzeit nachvollziehbar sind.