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Häufige Fragen und Lösungen

Hier findest Du Antworten auf die häufigsten Unstimmigkeiten in den Jahresberichten und wie Du diese korrigierst.

Ich sehe keinen vollständigen Jahresbericht als PDF​

Der PDF-Jahresbericht wird nur angezeigt, wenn Du für das gewählte Berichtsjahr den Zeitraum „Alle“ ausgewählt hast.

Lösung: Wechsle oben in der Berichtsansicht beim Monat auf „Alle“.

Beim Excel-Bericht werden Validierungsfehler angezeigt​

Cannanas prüft vor dem Excel-Export bestimmte Datenkonstellationen und blendet Warnungen oder Validierungsfehler ein.

Lösung: Prüfe die Hinweise einzeln und korrigiere die zugrunde liegenden Daten im jeweiligen Fachbereich, bevor Du den Bericht an eine Behörde schickst.

Meine Behörde hat mir eine eigene Excel-Vorlage geschickt​

Viele Behörden, zum Beispiel Bezirksregierungen in NRW sowie Behörden in Hessen, Bremen, Niedersachsen und Sachsen, verschicken eine Excel-Ausfüllmaske für die Jahresmeldung nach § 26 KCanG.

Lösung: Du musst die Vorlage nicht von Hand ausfüllen. Cannanas stellt dieses Format als Excel-Export unter Berichte bereit.

So geht’s:

  1. Klicke im linken Menü auf „Berichte“.
  2. Wähle das Berichtsjahr und beim Monat „Alle“.
  3. Lade den Excel-Bericht herunter und bereinige angezeigte Validierungsfehler.
  4. Gleiche die Tabellenblätter mit der Vorlage Deiner Behörde ab.
warnung

Prüfe vor dem Versand, ob Deine Behörde genau dieses Format akzeptiert. Weicht ihre Vorlage ab, übertrage die Werte aus dem Cannanas-Export in die Vorlage.

Im Export fehlen einzelne Datensätze​

Wenn Datensätze in der Vorschau deaktiviert wurden, werden sie beim CSV-Export nicht mitgenommen.

Lösung: Prüfe in der Berichtsvorschau, ob einzelne Zeilen versehentlich deaktiviert wurden, und aktiviere sie bei Bedarf wieder.

Fehlen Datensätze, obwohl keine Zeile deaktiviert ist, prüfe, ob die Einträge gelöscht wurden oder ein Datum außerhalb des Berichtszeitraums haben. Mehr dazu unter Archivierte oder Test-Einträge verfälschen den Bericht.

Die Namen im Bericht sehen anders aus als erwartet​

Wahrscheinlich ist ein Datenschutzmodus aktiv.

Lösung: Prüfe im Bericht, ob anonymisiert oder pseudonymisiert ausgewählt ist. Je nach Empfänger kann das gewollt sein oder für eine interne Prüfung angepasst werden.

Welcher Erzeugnistyp erscheint als Marihuana oder Haschisch​

In den Detailberichten Gelagertes, Vernichtetes und Weitergegebenes Cannabis sowie in den Excel-Spalten davon Marihuana / davon Haschisch ordnet Cannanas Deine Erzeugnisse so zu:

ErzeugnistypIm Bericht als
BlütenMarihuana
VerschnittMarihuana
HashHaschisch
RosinHaschisch
ExtraktHaschisch
PollenHaschisch
PollumHaschisch
Samen, StecklingeVermehrungsmaterial (Stück)

Im CSV-Export steht in der Spalte Typ deshalb „Marihuana“ oder „Haschisch“ – auch dann, wenn das Erzeugnis im Inventar zum Beispiel Rosin oder Pollen heißt.

Angebautes Cannabis bleibt eine ungeteilte Gramm-Summe. Dort gibt es keine Typ-Spalte und keine Aufteilung in Marihuana und Haschisch.

info

Verschnitt (Trimm) zählt standardmäßig als Marihuana, nicht als eigener Typ neben Marihuana und Haschisch.

Die Gesamtmenge „Cannabis“ ist höher als die Summe von Marihuana und Haschisch​

Die Gesamtsumme Cannabis kann Mengen enthalten, die keiner der beiden Teilspalten zugeordnet werden.

Verschnitt erklärt diese Differenz nicht. Verschnitt zählt standardmäßig zu Marihuana und erhöht damit sowohl die Gesamtsumme als auch die Marihuana-Menge.

Die abgegebene Menge übersteigt die Erntemenge​

Ein typisches Bild ist: 10 kg geerntet, 15 kg abgegeben. Das wirkt unplausibel, bedeutet aber zuerst nur, dass drei getrennte Zahlen nicht zusammenpassen.

Cannanas rechnet den Jahresbericht so:

  • Angebautes kommt aus dem Trockengewicht der Ernteerzeugnisse.
  • Gelagertes kommt aus den Inventartransaktionen, inklusive Korrekturen. Entscheidend ist das Vorgangsdatum.
  • Weitergegebenes kommt aus erfüllten Abgaben.

Ernte und Inventar bleiben lose gekoppelt. Eine Inventarkorrektur ändert die Erntemenge nicht automatisch.

So geht’s:

  1. Öffne Berichte und prüfe das Vorjahr (im Januar und Februar ist das das vorausgewählte Jahr).
  2. Vergleiche das Trockengewicht am Ernteerzeugnis mit den Inventarkorrekturen und den erfüllten Abgaben.
  3. Korrigierst Du den Bestand nachträglich zur Ernte, setze das Vorgangsdatum auf den Erntetag.
  4. Wenn genau ein Ernteerzeugnis mit derselben Erzeugnisart und derselben Einheit am Inventargegenstand hängt, kannst Du in der Inventarkorrektur optional das Trockengewicht mitziehen. Die Checkbox ist standardmäßig aus.
  5. Umgewandelte Erzeugnisse wie Hasch oder Rosin nicht mitziehen – dort gehört der Verlust in die Umwandlung, nicht in die ursprüngliche Erntemenge.
Wichtig

Bestände, die nachträglich im Inventar ergänzt wurden, müssen auch in den entsprechenden Ernteprotokollen korrekt erfasst sein. Die optionale Checkbox ersetzt das nicht, wenn mehrere Erzeugnisse am selben Inventar hängen oder die Erzeugnisart nicht mehr übereinstimmt.

Fehlt eine Teilmenge der Ernte komplett, erfasse sie als zusätzliches Ernteerzeugnis ohne Inventarisierung. Siehe Die Ernte ist zu niedrig erfasst, der Bestand stimmt aber.

Die Ernte ist zu niedrig erfasst, der Bestand stimmt aber​

Typisch ist: Eine Teilmenge der Ernte, zum Beispiel Verschnitt, wurde nie als Ernteerzeugnis erfasst, ist aber bereits im Bestand gelandet oder wurde anderweitig verbucht. Die angebaute Menge im Bericht ist dann zu niedrig.

Lösung: Erfasse die fehlende Menge nachträglich als neues Ernteerzeugnis an der betreffenden Ernte, ohne es zu inventarisieren. Die Menge zählt dann zum angebauten Cannabis, ohne dass sich Dein Lagerbestand doppelt erhöht.

info

Ist die Ernte dagegen zu hoch erfasst, korrigiere das Trockengewicht direkt am Ernteerzeugnis.

Zählt das Nassgewicht für den Bericht?​

Nein. Das Nassgewicht, zum Beispiel bei frisch eingefrorenem Erntegut, dient nur Deiner eigenen Dokumentation. In den Bericht geht immer das Trockengewicht der Ernteerzeugnisse ein.

Lösung: Trage am Ernteerzeugnis das Trockengewicht ein. Ohne Trockengewicht erscheint die Ernte nicht als angebautes Cannabis.

Restbestand bei Vermehrungsmaterial, obwohl dieses bereits eingepflanzt wurde​

Wenn nachträglich erfasstes Vermehrungsmaterial fälschlicherweise noch als Lagerbestand angezeigt wird, liegt dies meist an der zeitlichen Zuordnung.

Lösung: Achte darauf, dass sowohl die Einbuchung (initiale Menge) als auch die Ausbuchung (Pflanzung/Korrektur) mit dem korrekten Datum versehen sind.

Achte außerdem darauf, dass das Vermehrungsmaterial im Inventar angelegt und mit der Charge verknüpft ist. Mehr dazu unter Vermehrungsmaterial taucht nicht im Bericht auf.

Vermehrungsmaterial taucht nicht im Bericht auf​

Häufige Ursache: Stecklinge oder Samen wurden unter „Anbau“ angelegt statt im „Inventar“. Dann fehlen sie im Bericht „Gelagertes Vermehrungsmaterial“.

So geht’s:

  1. Lege gekauftes oder erhaltenes Vermehrungsmaterial immer im Inventar an.
  2. Setze das Datum der initialen Menge auf den tatsächlichen Eingangstag, also vor das Einpflanzen.
  3. Verknüpfe das Vermehrungsmaterial beim Anlegen der Charge, damit die Ausbuchung automatisch erfolgt.
  4. Prüfe danach die Berichte „Erhaltenes Vermehrungsmaterial“ und „Gelagertes Vermehrungsmaterial“.

Inventurkorrekturen aus dem neuen Jahr erscheinen nicht im aktuellen Bericht​

Berichte basieren strikt auf dem gewählten Zeitraum.

Lösung: Prüfe das Buchungsdatum der Transaktion. Damit eine Korrektur im Bericht erscheint, muss das Belegdatum innerhalb des gewählten Berichtszeitraums liegen. Achte außerdem darauf, ob Du gerade einen Monat oder das gesamte Jahr betrachtest.

Das gilt auch für nachträglich erfasste Daten: Abgaben, Inventarbuchungen oder Vernichtungen, die Du im neuen Jahr für das Vorjahr nachträgst, müssen mit dem tatsächlichen Datum aus dem Vorjahr angelegt werden. Ein initialer Bestand, der zu einer Ernte gehört, bekommt das Erntedatum.

tipp

Prüfe bei fehlenden Einträgen auch das eingegebene Jahr. Ein Tippfehler wie „25“ statt „2025“ verschiebt den Eintrag aus dem Berichtszeitraum.

Unstimmigkeiten bei einer spezifischen Sorte (Anbau, Abgabe, Vernichtung, Lager)​

Wenn die Zahlen einer Sorte nicht plausibel sind, ist eine systematische Integritätsprüfung notwendig.

Vorgehen: Überprüfe jeden Bereich (Ernte, Abgabe, Vernichtung, Bestand) individuell auf Richtigkeit, um den exakten Ort der Differenz zu isolieren.

Die Bilanz (Anbau vs. Abgang/Bestand) geht nicht exakt auf Null auf​

Abweichungen sind im Umgang mit Naturprodukten normal und meist auf zwei Faktoren zurückzuführen:

Trocknungsverluste: Diese führen zu kleinen Differenzen und werden über reguläre Bestandskorrekturen im Inventar abgebildet.

Weiterverarbeitung: Bei der Extraktion (z. B. Blüten zu Haschisch oder Rosin) wird eine große Menge Ausgangsmaterial in eine deutlich kleinere Menge Endprodukt umgewandelt.

Fehlerhafte Umwandlung: Ist eine Umwandlung fehlerhaft und wurde vom umgewandelten Erzeugnis noch nichts abgegeben, kannst Du das umgewandelte Inventar löschen und die Umwandlung neu anlegen. Gibt es bereits Abgaben, korrigiere den Bestand und ergänze die betroffene Menge manuell im Jahresbericht.

Pflanzenmaterial aus der Verarbeitung: Pflanzenreste, die nach der Weiterverarbeitung übrig bleiben, erfasst Du als Vernichtung.

Verarbeitungsverlust als Vernichtung? Ob der Verlust zwischen Start- und Endmenge zusätzlich als Vernichtung gemeldet werden muss, kann je nach Behörde unterschiedlich gehandhabt werden. Kläre das im Zweifel direkt mit Deiner Behörde.

Das Nassgewicht spielt für die Bilanz keine Rolle. Siehe Zählt das Nassgewicht für den Bericht?.

info

Hinweis: Solche Differenzen sind rechtlich zulässig, sofern sie durch eine saubere Dokumentation der Umwandlungsprozesse jederzeit nachvollziehbar sind.

Der Bestand zum 31.12. unterscheidet sich zwischen den Tabellenblättern​

Im Excel-Bericht erscheint der Bestand zum Jahresende an zwei Stellen. Die Zeile zum 31.12. und die Jahresmeldung schließen die Buchungen dieses Tages ein:

  • Das Tabellenblatt „§ 26 Abs. 1 Nr. 2, 3, 4 KCanG“ zeigt den Bestand je Tag. In der Zeile zum 31.12. sind die Buchungen dieses Tages bereits enthalten.
  • Das Tabellenblatt „§ 26 Abs. 3 KCanG“ zeigt den Bestand zum Jahresende je Sorte, ebenfalls einschließlich der Buchungen bis zum Ende des 31.12.

Die Weitergaben vom 31.12. findest Du im Tabellenblatt „§ 26 Abs. 1 Nr. 5 KCanG“.

Lösung: Addiere die Bestände auf „§ 26 Abs. 3 KCanG“ und vergleiche sie mit der Zeile 31.12. auf „§ 26 Abs. 1 Nr. 2, 3, 4 KCanG“.

info

Stimmen die Werte nicht überein, prüfe die Inventartransaktionen mit Vorgangsdatum 31.12., zum Beispiel Weitergaben, Korrekturen oder Vernichtungen. Positionen ohne Sorte fehlen in der Meldung je Sorte und bleiben im Tagesbestand enthalten.

Vernichtungen fehlen im Bericht oder im Excel-Export​

Wenn eine Vernichtung nicht im Bericht auftaucht, liegt das meist an einem dieser Punkte:

  • Falsches Datum: Das Jahr wurde zum Beispiel als „25“ statt „2025“ eingegeben. Die Vernichtung liegt dann außerhalb des Berichtszeitraums.
  • Erzeugnisart: „Pflanzenmaterial“ zählt im Bericht „Vernichtetes Cannabis“ und im Excel-Export mit. Es erscheint dort weder als Marihuana noch als Haschisch. „Pflanzenmaterial (nicht berichtspflichtig)“ und „Sonstiges (nicht berichtspflichtig)“ gehen bewusst nicht in den Bericht ein.
  • Archivierte oder gelöschte Vernichtungen: Gelöschte Vernichtungen erscheinen nicht mehr im Bericht. Archivierte Einträge können Validierungsfehler im Excel auslösen.

Lösung: Öffne Anbau → Vernichtungen, prüfe Datum und Erzeugnisart der fehlenden Vernichtung und korrigiere sie. Lade danach den Bericht neu.

Ganze Pflanzen kann ich nur in Gramm vernichten, nicht in Stück​

Nach § 26 Abs. 1 Nr. 4 KCanG wird vernichtetes Cannabis in Gramm gemeldet. Deshalb erfasst Cannanas Vernichtungen in Gramm, auch für ganze Pflanzen, Jungpflanzen oder Mutterpflanzen.

So geht’s:

  1. Wiege die vernichteten Pflanzen. Ist das nicht möglich, schätze das Gewicht.
  2. Lege die Vernichtung direkt aus der Charge an. So ist erkennbar, welche Pflanzen vernichtet wurden, und die Pflanzen werden aus der Charge ausgebucht.
info

Jungpflanzen aus Samen, die noch keine Blüten tragen, vernichtest Du als „Pflanzenmaterial“, nicht als Vermehrungsmaterial. Pflanzenmaterial zählt im Bericht „Vernichtetes Cannabis“ mit.

Bei „Art und Sorte“ stehen Sorten, die ich noch nicht geerntet habe​

Die Sorte gilt für alle Stadien, vom Samen oder Steckling bis zur Ernte. Deshalb können im Bericht auch Sorten erscheinen, für die im Berichtsjahr noch keine Ernte oder Abgabe vorliegt. Diese Zeilen enthalten dann nur Nullwerte.

Lösung: Zeilen, die ausschließlich Nullwerte enthalten, kannst Du vor dem Versand löschen.

Archivierte oder Test-Einträge verfälschen den Bericht​

  • Archivierte Einträge bleiben grundsätzlich berichtsrelevant. Archivierte Vernichtungen oder Bestände können Validierungsfehler im Excel auslösen. Abgeschlossene Abgaben lassen sich nicht mehr archivieren.
  • Gelöschte Einträge erscheinen nicht mehr im Bericht und lassen sich nicht wiederherstellen.
  • Test-Einträge im Inventar lassen sich nicht löschen, solange Abgaben darauf gebucht sind.

So geht’s:

  1. Lösche zuerst die Inventareinträge, danach die zugehörige Ernte.
  2. Hängen Abgaben an einem Test- oder Fehleintrag, wende Dich an den Support.
warnung

Lösche keine echten Buchungen, um den Bericht passend zu machen. Gelöschte Daten fehlen danach dauerhaft in der Dokumentation.

Siehe auch​