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Häufige Fragen und Lösungen

Hier findest Du Antworten auf die häufigsten Unstimmigkeiten in den Jahresberichten und wie Du diese korrigierst.

Ich sehe keinen vollständigen Jahresbericht als PDF

Der PDF-Jahresbericht wird nur angezeigt, wenn Du für das gewählte Berichtsjahr den Zeitraum „Alle“ ausgewählt hast.

Lösung: Wechsle oben in der Berichtsansicht beim Monat auf „Alle“.

Beim Excel-Bericht werden Validierungsfehler angezeigt

Cannanas prüft vor dem Excel-Export bestimmte Datenkonstellationen und blendet Warnungen oder Validierungsfehler ein.

Lösung: Prüfe die Hinweise einzeln und korrigiere die zugrunde liegenden Daten im jeweiligen Fachbereich, bevor Du den Bericht an eine Behörde schickst.

Im Export fehlen einzelne Datensätze

Wenn Datensätze in der Vorschau deaktiviert wurden, werden sie beim CSV-Export nicht mitgenommen.

Lösung: Prüfe in der Berichtsvorschau, ob einzelne Zeilen versehentlich deaktiviert wurden, und aktiviere sie bei Bedarf wieder.

Die Namen im Bericht sehen anders aus als erwartet

Wahrscheinlich ist ein Datenschutzmodus aktiv.

Lösung: Prüfe im Bericht, ob anonymisiert oder pseudonymisiert ausgewählt ist. Je nach Empfänger kann das gewollt sein oder für eine interne Prüfung angepasst werden.

Die Gesamtmenge "Cannabis" ist höher als die Summe von Marihuana und Haschisch

Unter dem Begriff Cannabis werden im Bericht alle Pflanzenteile erfasst, die während des Ernteprozesses anfallen. Dazu zählen neben den verkaufsfähigen Blüten auch Verschnitt (Trimm) und ggf. direkt gewonnenes Haschisch. Marihuana und Haschisch stellen lediglich Teilmengen der Gesamternte dar.

Die abgegebene Menge übersteigt die Erntemenge

Ein typisches Bild ist: 10 kg geerntet, 15 kg abgegeben. Das wirkt unplausibel, bedeutet aber zuerst nur, dass drei getrennte Zahlen nicht zusammenpassen.

Cannanas rechnet den Jahresbericht so:

  • Angebautes kommt aus dem Trockengewicht der Ernteerzeugnisse.
  • Gelagertes kommt aus den Inventartransaktionen, inklusive Korrekturen. Entscheidend ist das Vorgangsdatum.
  • Weitergegebenes kommt aus erfüllten Abgaben.

Ernte und Inventar bleiben lose gekoppelt. Eine Inventarkorrektur ändert die Erntemenge nicht automatisch.

So geht’s:

  1. Öffne Berichte und prüfe das Vorjahr (im Januar und Februar ist das das vorausgewählte Jahr).
  2. Vergleiche das Trockengewicht am Ernteerzeugnis mit den Inventarkorrekturen und den erfüllten Abgaben.
  3. Korrigierst Du den Bestand nachträglich zur Ernte, setze das Vorgangsdatum auf den Erntetag.
  4. Wenn genau ein Ernteerzeugnis mit derselben Erzeugnisart und derselben Einheit am Inventargegenstand hängt, kannst Du in der Inventarkorrektur optional das Trockengewicht mitziehen. Die Checkbox ist standardmäßig aus.
  5. Umgewandelte Erzeugnisse wie Hasch oder Rosin nicht mitziehen – dort gehört der Verlust in die Umwandlung, nicht in die ursprüngliche Erntemenge.
Wichtig

Bestände, die nachträglich im Inventar ergänzt wurden, müssen auch in den entsprechenden Ernteprotokollen korrekt erfasst sein. Die optionale Checkbox ersetzt das nicht, wenn mehrere Erzeugnisse am selben Inventar hängen oder die Erzeugnisart nicht mehr übereinstimmt.

Restbestand bei Vermehrungsmaterial, obwohl dieses bereits eingepflanzt wurde

Wenn nachträglich erfasstes Vermehrungsmaterial fälschlicherweise noch als Lagerbestand angezeigt wird, liegt dies meist an der zeitlichen Zuordnung.

Lösung: Achte darauf, dass sowohl die Einbuchung (initiale Menge) als auch die Ausbuchung (Pflanzung/Korrektur) mit dem korrekten Datum versehen sind.

Inventurkorrekturen aus dem neuen Jahr erscheinen nicht im aktuellen Bericht

Berichte basieren strikt auf dem gewählten Zeitraum.

Lösung: Prüfe das Buchungsdatum der Transaktion. Damit eine Korrektur im Bericht erscheint, muss das Belegdatum innerhalb des gewählten Berichtszeitraums liegen. Achte außerdem darauf, ob Du gerade einen Monat oder das gesamte Jahr betrachtest.

Unstimmigkeiten bei einer spezifischen Sorte (Anbau, Abgabe, Vernichtung, Lager)

Wenn die Zahlen einer Sorte nicht plausibel sind, ist eine systematische Integritätsprüfung notwendig.

Vorgehen: Überprüfe jeden Bereich (Ernte, Abgabe, Vernichtung, Bestand) individuell auf Richtigkeit, um den exakten Ort der Differenz zu isolieren.

Die Bilanz (Anbau vs. Abgang/Bestand) geht nicht exakt auf Null auf

Abweichungen sind im Umgang mit Naturprodukten normal und meist auf zwei Faktoren zurückzuführen:

Trocknungsverluste: Diese führen zu kleinen Differenzen und werden über reguläre Bestandskorrekturen im Inventar abgebildet.

Weiterverarbeitung: Bei der Extraktion (z. B. Blüten zu Haschisch oder Rosin) wird eine große Menge Ausgangsmaterial in eine deutlich kleinere Menge Endprodukt umgewandelt.

info

Hinweis: Solche Differenzen sind rechtlich zulässig, sofern sie durch eine saubere Dokumentation der Umwandlungsprozesse jederzeit nachvollziehbar sind.

Siehe auch