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Abgabe-Etiketten

Cannabis und Vermehrungsmaterial dürfen laut § 21 Abs. 2 KCanG nur in neutraler Verpackung weitergegeben werden. Dabei muss die entgegennehmende Person einen Informationszettel mit den Pflichtangaben erhalten – darunter Gewicht, Erntedatum, Mindesthaltbarkeitsdatum, Sorte sowie THC- und CBD-Gehalt. § 21 Abs. 4 KCanG sieht zusätzlich vor, dass diese Angaben auch auf einem fest mit der Verpackung verbundenen Etikett angebracht werden können.

Mit dem „Abgabe-Etiketten Export" in Cannanas erzeugst Du genau solche Etiketten: druckfertig, mit allen gesetzlich relevanten Angaben und in zahlreichen Formaten für unterschiedliche Drucker und Etikettenbögen.


1️⃣ Wann Etiketten drucken?

Je nachdem, wie Dein Club die Abgabe organisiert, gibt es zwei typische Workflows:

Vorverpackung: Du verpackst und etikettierst Deine Produkte im Voraus. Dazu druckst Du die Etiketten direkt am Inventargegenstand und klebst sie auf die vorbereiteten Verpackungen. Das ist praktisch, wenn Du größere Mengen auf einmal vorbereiten willst.

Verpackung bei der Abgabe: Du verpackst das Produkt erst, wenn das Mitglied im Club erscheint. In diesem Fall druckst Du das Etikett kurz vor oder während der Abgabe und klebst es direkt auf den Beutel oder die Verpackung.

tipp

Cannanas speichert Deine zuletzt gewählten Druckeinstellungen – Format, Optionen und Vorlage werden beim nächsten Etikettendruck automatisch vorausgewählt. So geht der Druck besonders bei der Abgabe vor Ort schnell.


2️⃣ Export öffnen

Der Etikettenexport startet direkt am Inventargegenstand.

So geht's:

  • Öffne Inventar.
  • Wähle einen bereits verpackten Gegenstand aus.
  • Klicke auf „Abgabe-Etiketten".

Daraufhin öffnet sich der Dialog „Abgabe-Etiketten Export".


3️⃣ Vorlage / Format auswählen

Im Export findest Du oben das Feld „Vorlage / Format". Dort legst Du fest, in welchem Etikettenlayout die PDF erzeugt werden soll.

Cannanas bietet eine große Auswahl an Formaten – sowohl als Einzeletiketten als auch im DIN-A4-Raster. Du findest Vorlagen für die gängigsten Etikettengrößen und Druckertypen:

  • Etikettendrucker – Einzelformate in verschiedenen Abmessungen für Rollen- und Labeldrucker.
  • DIN-A4-Klebeetikettenbögen – Rasterformate, mit denen Du auf einem handelsüblichen Drucker ganze Bögen mit Etiketten bedrucken kannst.

Insgesamt stehen zahlreiche Vorlagen zur Verfügung, sodass für nahezu jeden Drucker und jede Etikettengröße ein passendes Format dabei ist.


4️⃣ Einzel-Etikett oder Raster?

Die Formate lassen sich in zwei Kategorien unterteilen, die unterschiedliche Zwecke erfüllen.

Einzeletiketten

Nutze ein Einzelformat, wenn Du gezielt einzelne Etiketten erzeugen willst, zum Beispiel:

  • für einen konkreten Artikel,
  • für kleine Nachdrucke,
  • wenn Du mit einem Etikettendrucker (Rolle oder Label) arbeitest.

DIN-A4-Raster

Rasterformate sind für Klebeetikettenbögen gedacht, die Du mit einem normalen DIN-A4-Drucker bedruckst. Pro Seite werden je nach Etikettengröße mehrere Etiketten auf einmal erzeugt.

Im Rastermodus gelten zusätzlich zwei Felder:

  • Anzahl – Wie viele Etiketten gedruckt werden sollen.
  • Raster Offset – Hilfreich, wenn auf einem begonnenen Etikettenbogen schon einige Felder verbraucht sind und Du erst später im Raster starten möchtest.

5️⃣ Zusätzliche Druckoptionen verstehen

Je nach gewählter Vorlage kannst Du weitere Schalter aktivieren:

  • Club Avatar anzeigen
  • Menge anzeigen
  • Warnungen Schwarz/Weiß
  • Öffentlicher QR-Code

Club Avatar anzeigen

Wenn aktiviert, wird das Club-Logo bzw. der Club-Avatar auf dem Etikett mit ausgegeben.

warnung

§ 21 Abs. 2 KCanG schreibt eine neutrale Verpackung vor. Manche Behörden legen dies so aus, dass kein Club-Branding auf der Verpackung oder dem Etikett erscheinen darf. Kläre mit Deiner zuständigen Behörde, ob der Club Avatar auf dem Etikett zulässig ist – im Zweifel deaktiviere diese Option.

Menge anzeigen

Damit blendest Du die abgegebene bzw. verpackte Menge sichtbar auf dem Etikett ein.

Wenn Du diese Option deaktivierst, kannst Du die Menge manuell eintragen. Das ist praktisch, wenn Du das Produkt erst direkt vor Ort bei der Abgabe verpackst und abwiegst.

Warnungen Schwarz/Weiß

Diese Option ist hilfreich, wenn Du neutralere Drucke brauchst oder mit einem Drucker arbeitest, der keine farbigen Warnhinweise sinnvoll wiedergibt.

Öffentlicher QR-Code

Der öffentliche QR-Code kann für jedes Produkt einzeln aktiviert werden. Wenn aktiv, erscheint auf dem Etikett ein QR-Code, den jede Person scannen kann – auch ohne Cannanas-App. Beim Scannen werden die vom Club bereitgestellten Produktinformationen angezeigt, darunter Sorte, THC- und CBD-Gehalt und weitere Details.

Das ist besonders nützlich, damit auch Personen ohne App-Zugang die Produktinformationen einsehen können.

info

Je nach Produkt und Freigabe sind nicht alle Optionen in jeder Vorlage relevant oder sichtbar.


6️⃣ PDF prüfen und direkt drucken

Unterhalb der Einstellungen zeigt Cannanas direkt eine PDF-Vorschau an.

Dort kannst Du prüfen:

  • ob das Format zur Etikettenfläche passt,
  • ob QR-Code und Text lesbar sind,
  • ob das Raster richtig startet,
  • ob Menge, Club-Avatar oder öffentlicher QR-Code wie gewünscht erscheinen.

Erst danach solltest Du größere Druckmengen starten.


7️⃣ Musteretiketten für den Lizenzantrag

Für die Beantragung der Anbaulizenz bei der zuständigen Behörde stellt Cannanas Musteretiketten bereit – jeweils eine Vorlage für 18+ und 21+. Diese Muster zeigen der Behörde bereits im Antragsverfahren, wie Dein Club die Kennzeichnung von Cannabisprodukten gemäß § 21 Abs. 2 KCanG umsetzen wird.

Du findest die Musteretiketten unter Einstellungen > Behörden > Antragstellung oder im Bereich Musterdokumente.

tipp

Lade die Musteretiketten schon bei der Antragsvorbereitung herunter und lege sie Deinen Lizenzunterlagen bei. So zeigst Du der Behörde, dass Dein Club die gesetzlichen Pflichtangaben auf der Verpackung bereits mitgedacht hat.


8️⃣ Abgabe-Etiketten und Anbau-QR-Codes unterscheiden

Abgabe-Etiketten sind für verpackte Produkte im Inventar gedacht. Sie unterscheiden sich von den QR-Code-Labels im Anbau, die z. B. für Chargen, Pflanzen oder Zonen erzeugt werden.

Wenn Du stattdessen Track-and-Trace-QR-Codes in Größen wie 12mm x 12mm, 17mm x 17mm oder DIN A4 Raster (48.5mm x 25.4mm) drucken möchtest, findest Du die passende Anleitung hier:


✅ Zusammenfassung

  • Gesetzliche Grundlage: § 21 KCanG schreibt neutrale Verpackung und Pflichtangaben vor – Abgabe-Etiketten in Cannanas erfüllen diese Anforderungen.
  • Zwei Workflows: Etiketten lassen sich sowohl für vorverpackte Produkte als auch direkt bei der Abgabe vor Ort drucken.
  • Der Export heißt „Abgabe-Etiketten Export" und startet direkt am Inventargegenstand.
  • Im Feld „Vorlage / Format" wählst Du aus zahlreichen Vorlagen das passende Etikettenlayout – für Etikettendrucker, Rollen oder DIN-A4-Klebeetikettenbögen.
  • Formate gibt es als Einzeletiketten und im DIN-A4-Raster in vielen verschiedenen Abmessungen.
  • Im Rastermodus steuerst Du den Druck zusätzlich über Anzahl und Raster Offset.
  • Über weitere Schalter kannst Du Club-Avatar, Menge, Warnungsstil und öffentliche QR-Codes beeinflussen.
  • Cannanas speichert Deine Druckeinstellungen, damit der nächste Etikettendruck noch schneller geht.
  • Für den Lizenzantrag stellt Cannanas Musteretiketten (18+ und 21+) bereit, die Du Deinen Antragsunterlagen beilegen kannst.
  • Neben Etiketten solltest Du auch den Informationszettel bei jeder Abgabe aushändigen.

Siehe auch