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🧱 Hasch herstellen und dokumentieren

In Deutschland unterliegt auch die Weiterverarbeitung von Cannabisprodukten innerhalb eines Cannabis Social Clubs der Dokumentationspflicht. Cannanas hilft Dir dabei, Haschproduktion lückenlos und nachvollziehbar abzubilden – egal ob Du Hasch direkt bei der Ernte erfasst oder bestehendes Inventar (z. B. Blüten oder Pflanzenmaterial) später weiterverarbeitest.

Es gibt zwei Wege, Hasch in Cannanas zu dokumentieren:

  • Methode 1: Hasch direkt bei der Ernte als Erzeugnis anlegen
  • Methode 2: Bestehendes Inventar per „Verarbeiten" zu Hasch umwandeln (häufiger verwendete Methode)

1️⃣ Methode 1: Hasch direkt bei der Ernte anlegen

Diese Methode eignet sich, wenn Du Hasch unmittelbar im Anschluss an die Ernte produzierst und es direkt als eigenständiges Erzeugnis in den Anbauprozess einbindest.

So geht's:

  1. Ernte aufrufen

    • Klicke im linken Menü auf „Anbau".
    • Wähle im oberen Menü „Ernten".
    • Öffne die Ernte, aus der das Hasch stammt.
  2. Neues Erzeugnis anlegen

    • Scrolle nach unten zum Abschnitt „Erzeugnisse".
    • Klicke auf „Erzeugnis erfassen".
  3. Hasch als Typ auswählen

    • Wähle als Typ den Eintrag „Hasch" aus.
    • Passe den Namen an, z. B. „Hasch – Charge 03.06.2025".
    • Trage die Menge in Gramm ein.
    • Verknüpfe optional eine bereits vorhandene Laboranalyse.
    • Hinterlasse bei Bedarf eine Notiz.
    • Klicke auf „Erzeugnis erfassen".
  4. Erzeugnis inventarisieren

    • Das neue Hasch-Erzeugnis erscheint jetzt im Abschnitt „Erzeugnisse" der Ernte.
    • Klicke auf „Inventar erstellen", um es ins Inventar zu überführen.
    • Wähle den Lagerort aus und prüfe alle Angaben.
    • Klicke auf „Inventar erstellen" – das Hasch taucht jetzt als eigenständiger Inventargegenstand auf.
tipp

Wenn Du die Haschproduktion in mehreren Schritten durchführst (z. B. erst trocknen, dann pressen), kannst Du auch Methode 2 verwenden: erst Blüten inventarisieren, später umwandeln.

info

Auch bei diesem Weg empfiehlt es sich, eine Notiz zu hinterlassen, die den Produktionsprozess kurz beschreibt – z. B. welche Methode (Siebdruck, Ice-Water-Hash etc.) verwendet wurde. Das erhöht die Nachvollziehbarkeit bei einer Prüfung.

2️⃣ Methode 2: Bestehendes Inventar zu Hasch umwandeln

Dies ist die häufiger verwendete Methode in der Praxis. Clubs inventarisieren zunächst ihre Blüten oder ihr Pflanzenmaterial und entscheiden später, einen Teil davon zu Hasch weiterzuverarbeiten. Die Umwandlung erfolgt direkt im Inventar über die Funktion „Verarbeiten".

So geht's:

  1. Inventargegenstand aufrufen

    • Klicke im linken Menü auf „Inventar".
    • Suche und öffne den Inventargegenstand, der als Ausgangsmaterial dienen soll – z. B. „Blüten – White Widow" oder „Pflanzenmaterial – Charge 04".
  2. Umwandlung starten

    • Klicke in der oberen Leiste auf den Button „Umwandeln".
    • Wähle die Option „Verarbeiten".
  3. Verarbeitungsdetails eintragen

    • Verwendete Menge: Trage ein, wie viel Gramm des Ausgangsmaterials zur Haschproduktion verwendet wurden (z. B. 200 g Blüten).
    • Neuer Produkttyp: Wähle „Hasch" als Zielprodukt aus.
    • Entstandene Menge: Trage ein, wie viel Gramm Hasch dabei entstanden sind (z. B. 22 g Hasch).
    • Name des neuen Inventargegenstands: Vergib einen aussagekräftigen Namen, z. B. „Hasch – White Widow – Jun 2025".
    • Optional: Wähle ein bestehendes Zielinventar, wenn Du die Menge zu einem bereits vorhandenen Hasch-Posten hinzufügen möchtest.
    • Ergänze Notizen (z. B. Produktionsmethode, beteiligte Mitglieder) und Tags.
    • Klicke auf „Verarbeiten".
  4. Ergebnis prüfen

    • Die verwendete Menge (z. B. 200 g Blüten) wird automatisch vom Quell-Inventargegenstand abgezogen.
    • Ein neuer Inventargegenstand „Hasch" mit der angegebenen Menge wird erstellt.
    • Beide Vorgänge sind im Transaktionsprotokoll des jeweiligen Inventargegenstands nachvollziehbar dokumentiert.
Mengenangaben sorgfältig eintragen

Trage sowohl die verwendete Ausgangsmenge als auch die entstandene Hashmenge sorgfältig und korrekt ein. Diese Werte fließen in die behördlichen Berichte ein und müssen der tatsächlichen Produktion entsprechen. Nachträgliche Korrekturen sind über die Funktion Inventar korrigieren möglich, sollten aber die Ausnahme bleiben.

Produktionsverlust dokumentieren

Bei der Haschproduktion ist ein Gewichtsverlust normal. Dieser ergibt sich automatisch aus der Differenz zwischen verwendeter Ausgangsmenge und entstandener Hashmenge – Cannanas verbucht das korrekt. Du musst den Verlust nicht gesondert erfassen.

3️⃣ Auswirkungen auf KCanG-Berichte

Die Wahl der Methode beeinflusst, wie Hasch in den gesetzlich vorgeschriebenen Berichten nach dem Konsumcannabisgesetz erscheint. Beide Wege sind zulässig – entscheidend ist, dass die gewählte Methode den tatsächlichen Produktionsprozess Deines Clubs abbildet.

Methode 1 – direkt bei der Ernte: Das Hasch wird sofort als geerntetes Cannabis im Bericht erfasst. Ein separater Inventarisierungsschritt für ein Zwischenprodukt (z. B. Blüten) entfällt, weil das Ausgangsmaterial nicht eigenständig inventarisiert wird.

Methode 2 – Umwandlung im Inventar: Hier gibt es zwei dokumentierte Schritte. Zunächst werden die Ausgangsprodukte – Blüten, Pflanzenmaterial oder Verschnitt – als geerntetes Cannabis inventarisiert. Erst durch die Umwandlung im Inventar entsteht das Hasch, das dann ausschließlich als gelagertes Cannabis gewertet wird. Die Menge verschiebt sich damit von der Kategorie „geerntetes Cannabis" in die Kategorie „gelagertes Cannabis".

Wichtig ist in beiden Fällen, dass die gewählte Methode den tatsächlichen Ablauf im Club abbildet: Methode 1, wenn Hasch direkt bei der Ernte produziert wird – Methode 2, wenn das Ausgangsmaterial zunächst gelagert oder eingefroren und erst später verarbeitet wird.

4️⃣ Nach der Produktion: Hasch im Inventar verwalten

Egal ob über Methode 1 oder Methode 2 erstellt – der neue Hasch-Inventargegenstand verhält sich wie jeder andere Inventargegenstand in Cannanas:

  • Verlagern: Hasch an einen anderen Lagerort verschieben, z. B. aus dem Kühllager in die Abgabestelle.
  • Verpacken: Hasch in portionierte Einheiten verpacken (z. B. 1g-Portionen für die Abgabe).
  • Laboranalyse verknüpfen: Analyseergebnisse mit dem Inventargegenstand verbinden.
  • Abgabe-Etiketten drucken: Etiketten mit Pflichtangaben für die Abgabe an Mitglieder erstellen.
  • Vernichtung erfassen: Nicht abgabefähiges Hasch dokumentiert vernichten.
Laboranalyse für Hasch

Prüfe, ob Dein Club für Hasch eine eigene Laboranalyse benötigt. Hasch ist ein weiterverarbeitetes Produkt mit anderen THC-Werten als das Ausgangsmaterial. Wenn eine neue Analyse vorliegt, verknüpfe sie direkt mit dem Hasch-Inventargegenstand.

Siehe auch