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Geschäftsvorfälle

Diese Seite ist eine Referenz der Geschäftsvorfälle, die das Cannanas Kassensystem nach DSFinV-K (Digitale Schnittstelle der Finanzverwaltung für Kassensysteme) erfasst. Du brauchst nicht alle auswendig zu kennen – aber wenn Du nicht sicher bist, welcher Vorfall in welchem Fall richtig ist, schau hier nach. Welche Vorfälle Eure Verfahrensdokumentation tatsächlich vorsieht, hängt von Eurer Konfiguration ab (siehe Vorbereitung).

DSFinV-K als Standard

Die DSFinV-K ist ein verbindliches Datenformat für Kassendaten gegenüber der Finanzverwaltung. Cannanas erfasst die Geschäftsvorfälle exakt nach diesem Standard – das stellt sicher, dass die Exporte bei einer Kassen-Nachschau (§ 146b AO) oder Außenprüfung verwertbar sind.

🧮 Bargeldbestände

Anfangsbestand

Bargeldbestand der Kasse zu Beginn des Abrechnungszeitraums. Wird beim Öffnen der Kasse erfasst (siehe Kasse öffnen und Kassenbewegungen).

Geldtransit

Entnahme oder Einlage von Bargeld während oder am Ende des Tages, z. B. beim Transport zur Bank oder in den Tresor. Geldtransit ist keine Einnahme oder Ausgabe, sondern eine reine Umlagerung zwischen Aufbewahrungsorten.

Differenz Soll-Ist

Abweichung zwischen errechnetem und gezähltem Kassenbestand. Wird beim Schließen der Kasse oder über „Differenz erfassen" dokumentiert.

💶 Verkäufe und Standardumsätze

Umsatz

Dokumentiert alle Umsätze auf Ebene des Kassenabschlusses und der einzelnen Positionen. Das ist der häufigste Vorfall im Tagesgeschäft – jeder verkaufte Artikel, jede kassierte Mitgliederbuchung läuft hier durch.

🎟️ Gutscheine: Guthaben und Kontingente

Cannanas behandelt Guthaben und Kontingente je nach Konfiguration als Einzweck- oder Mehrzweckgutscheine (siehe Vorbereitung).

Mehrzweckgutschein-Kauf

Erfassung von Geschäftsvorfällen mit Mehrzweck-Gutscheinen. Die Umsatzsteuer entsteht erst bei der Einlösung.

Mehrzweckgutschein-Einlösung

Einlösungen von zuvor erworbenen Mehrzweckgutscheinen.

Einzweckgutschein-Kauf

Erfassung von Geschäftsvorfällen mit Einzweck-Gutscheinen. Die Umsatzsteuer entsteht bereits bei der Aufladung.

Einzweckgutschein-Einlösung

Einlösungen von zuvor erworbenen Einzweckgutscheinen.

📒 Forderungen

Forderungsentstehung

Transaktionen, bei denen die Warenbewegung erfolgt ist, die Zahlung aber zu einem späteren Zeitpunkt stattfindet (z. B. SEPA-Lastschrift, die später eingezogen wird).

Forderungsauflösung

Ausgleich von entstandenen Forderungen – z. B. wenn die SEPA-Lastschrift eingezogen oder eine offene Buchung später bar bezahlt wird.

🏦 Sonstige Bargeldvorfälle

Einzahlung

Geschäftsvorfälle in Form eines Zuflusses, die durch Standardfelder nicht abgebildet werden.

Auszahlung

Geschäftsvorfälle in Form eines Abflusses, die durch Standardfelder nicht abgebildet werden.

🧭 Wann nehme ich welchen Geschäftsvorfall?

Eine grobe Faustregel für den Club-Alltag:

SituationGeschäftsvorfall
Tagesstart, erstes Öffnen der KasseAnfangsbestand
Wechselgeld aus dem Tresor in die KasseGeldtransit (Einzahlung)
Geld vom Tag in den Tresor / zur BankGeldtransit (Auszahlung)
Verkauf/Cannabis-AbgabeUmsatz
Guthaben aufladen (auszahlbar)Einzahlung
Guthaben aufladen (Einzweck)Einzweckgutschein-Kauf
Guthaben aufladen (Mehrzweck)Mehrzweckgutschein-Kauf
Guthaben einlösenEinzweck-/Mehrzweckgutschein-Einlösung
Kontingent aufladen / einlösenwie Guthaben, je nach Konfiguration
Spontane Barausgabe (z. B. Spesen)Auszahlung
Differenz beim ZählenDifferenz Soll-Ist
Im Zweifel: Verfahrensdokumentation und Steuerberatung

Welche Vorfälle in Eurem Club zulässig und in welchen Fällen sie korrekt sind, regelt Eure Verfahrensdokumentation. Klär Sonderfälle vorher mit Eurer Steuerberatung – die DSFinV-K macht hier präzise Vorgaben.

Siehe auch